Rückblick: 3 Tägige AMD Focus Days 2026
3D-Innovationen im 3D-MODEL Technologie- und Trainingszentrum in Bad Waldsee
Vom 17. bis 19. März 2026 fanden die diesjährigen AMD Focus Days bei 3D-MODEL in Bad Waldsee statt. An drei aufeinanderfolgenden Tagen erhielten die Teilnehmenden praxisnahe Einblicke entlang der gesamten Prozesskette der additiven Fertigung, von der Datenerfassung bis hin zur industriellen Metallproduktion.
Das Konzept: Drei Tage, drei klare Themenschwerpunkte, mit einem klaren Ziel: die erfolgreiche Umsetzung in der Praxis.
- Tag 1: Scan-to-CAD
- Tag 2: Production & Post Processing
- Tag 3: Metal Production – Industrial Metal AM
Im Mittelpunkt standen reale Anwendungen, durchgängige Workflows und der direkte Austausch zwischen Experten, Anwendern und Interessierten.
Die drei Fokustage im Überblick
Der erste Tag der AMD Focus Days 2026 stand ganz im Zeichen des Themas Scan-to-CAD und bildete den Einstieg in die durchgängige digitale Prozesskette der additiven Fertigung.
Zum Auftakt begrüßte Philipp Binkert die Teilnehmenden im Technologie- & Trainingszentrum. Bei Getränken und frischem Gebäck bot sich bereits zu Beginn die Gelegenheit für erste Gespräche und Networking, bevor das offizielle Programm im Konferenzraum startete.
Den inhaltlichen Einstieg übernahmen Philipp Binkert und Christiane Fimpel mit ihrem Impulsvortrag „Shaping the Future of Manufacturing“. Dabei wurde aufgezeigt, wie moderne Technologien die industrielle Fertigung nachhaltig verändern und welche Rolle digitale Prozesse dabei spielen.
Im Anschluss folgte ein praxisorientierter Vortrag zum Thema industrielles 3D-Scanning mit Artec 3D-Systemen. Besonders anschaulich wurde es durch eine Live-Demonstration: Ein Reifen wurde direkt vor Ort mit dem Artec 3D Leo gescannt, während die Teilnehmenden am Beamer in Echtzeit verfolgen konnten, wie das Objekt digital erfasst und verarbeitet wird.
Software, Reverse Engineering und praktische Anwendungen
Nach einer kurzen Pause übernahm Ata Atuerk (Hexagon) das Wort. In seinem Vortrag gab er einen umfassenden Überblick über die Softwarelandschaft im Bereich Reverse Engineering und zeigte anhand konkreter Beispiele, wie die Software Geomagic Design X in der Praxis eingesetzt wird.
Ein besonderes Highlight war die anschliessende Live-Demo, bei der der gesamte Reverse-Engineering-Prozess Schritt für Schritt nachvollziehbar dargestellt wurde.
Hands-on Workshops: Technologie selbst erleben
Nach der Mittagspause stand der praktische Teil im Fokus. In einem Hands-on Rotationsworkshop konnten die Teilnehmenden die Technologien selbst erleben und anwenden:
- Station 1: Einsatz der Scanner Artec 3D Leo und Artec 3D Micro
- Station 2: Anwendung von Artec 3D Spider II und Artec 3D Point
Hier ging es nicht nur um Theorie, sondern um den direkten Umgang mit den Systemen, ein zentraler Mehrwert für alle, die 3D-Scanning in der Praxis einsetzen möchten.
Best Practices, Austausch und Abschluss
Nach einer letzten Kaffeepause kehrten die Teilnehmenden in den Konferenzraum zurück. Dort präsentierte Philipp Binkert praxisnahe Best Practices und Anwendungsbeispiele, die den Transfer in den eigenen Arbeitsalltag erleichtern.
Abgerundet wurde der Tag durch eine offene Diskussionsrunde, in der sich Besucher und Experten intensiv austauschen konnten. Dabei entstanden zahlreiche neue Impulse und konkrete Ansätze für die eigene Umsetzung.
Tag zwei: Production & Post Processing
Von der Theorie zur durchgängigen Fertigung
Der zweite Tag der AMD Focus Days 2026 stand ganz im Zeichen von Production & Post Processing, mit dem klaren Fokus auf durchgängige Prozesse und die optimale Nutzung additiver Fertigungstechnologien wie SLS, SLA und FDM.
Der zweite Tag knüpfte nahtlos an den erfolgreichen Auftakt an und startete erneut mit einem gemeinsamen Empfang und ersten Gesprächen unter den Teilnehmenden bei Kaffee und Gebäck.
Den inhaltlichen Auftakt machten Philipp Binkert und Christiane Fimpel mit einem Impulsvortrag zum Thema „Additive Manufacturing erfolgreich implementieren – mit einem Partner entlang der gesamten Prozesskette“. Dabei wurde deutlich, wie entscheidend ein ganzheitlicher Ansatz für den erfolgreichen Einsatz additiver Fertigung im Unternehmen ist.
Im Anschluss wurde Idalia Palacios (Formlabs) online zugeschaltet. In ihrem Vortrag zeigte sie auf, wie moderne Technologien und Materialien neue Maßstäbe in der additiven Fertigung setzen und welche Potenziale sich daraus für industrielle Anwendungen ergeben.
Ein weiteres Highlight folgte mit Philipp Rellermeier (BigRep), der praxisnah demonstrierte, wie Grossformat-FFF-3D-Druck im eigenen Betrieb eingesetzt werden kann, von funktionalen Bauteilen bis hin zu produktionsnahen Anwendungen.
Nach einer kurzen Pause präsentierte Wenny Zhang (MINGDA Technology Co., Ltd.) industrielle Large-Format-Lösungen und gab Einblicke in aktuelle Entwicklungen im Bereich großvolumiger 3D-Drucksysteme.
Im weiteren Verlauf übernahm erneut Philipp Binkert, der anhand eines konkreten Beispiels zeigte, wie ein Druckjob im SLS-Verfahren optimal vorbereitet und gestartet wird, ein entscheidender Schritt für reproduzierbare und qualitativ hochwertige Ergebnisse.
Die anschließende Mittagspause bot bei gemeinsamer Verpflegung nicht nur Raum zur Erholung, sondern vor allem für intensiven Austausch zwischen Teilnehmenden, Referenten und Experten.
Gestärkt ging es am Nachmittag weiter mit einem weiteren Fachvortrag von Idalia Palacios, die sich diesmal auf Materialien und Anwendungen im SLS-3D-Druck konzentrierte. Ergänzt wurde das Programm durch Christian Mayer, der mit seinem Vortrag zum Thema „Open Material Mode und die breite Materialvielfalt“ neue Perspektiven auf flexible Materialstrategien eröffnete.
Live-Einblicke in die komplette Prozesskette
Ein besonderes Highlight des Tages war der anschließende Praxisteil im Trainingszentrum. Unter der Leitung von Jonas Bernhard erhielten die Teilnehmenden einen umfassenden Einblick in den gesamten SLS-Prozess, von der Vorbereitung des Druckjobs über das Entpulvern und Strahlen bis hin zum Färben und chemischen Glätten der Bauteile.
Dabei wurde die komplette Prozesskette live erlebbar und zeigte eindrucksvoll, wie aus digitalen Modellen fertige, funktionale Bauteile entstehen.
Im Anschluss präsentierte Philipp Rellermeier erneut den Grossformat-3D-Drucker von BigRep im Live-Betrieb. Direkt danach stellte Wenny Zhang und Christian Mayer die Mingda-Lösungen vor und demonstrierte deren Leistungsfähigkeit sowie die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten im industriellen Umfeld.
Austausch, Diskussion und Abschluss
Nach einer letzten Pause wurde der Tag mit einer offenen Diskussionsrunde abgerundet. Im direkten Austausch zwischen Besuchern und Experten wurden zahlreiche praxisnahe Fragestellungen diskutiert und wertvolle Impulse für den eigenen Arbeitsalltag mitgenommen.
Zum Abschluss versammelten sich alle Teilnehmenden erneut im Eingangsbereich, um die Gespräche in entspannter Atmosphäre fortzuführen und den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen.
Tag drei: Metal Production – Industrial Metal AM im Praxiseinsatz
Der dritte und letzte Tag der AMD Focus Days 2026 stand ganz im Zeichen der Metalladditiven Fertigung. Unter dem Leitthema Metal Production erhielten die Teilnehmenden umfassende Einblicke in industrielle Anwendungen, Herausforderungen und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten im Bereich Metal AM.
Auch der dritte Tag startete mit einem gemeinsamen Empfang und bot direkt Raum für intensiven Austausch unter den Teilnehmenden.
Um 9:30 Uhr eröffneten Philipp Binkert und Christiane Fimpel das Programm mit einem Impulsvortrag unter dem Titel „Shaping the Future of Manufacturing“. Dabei wurde deutlich, welche zentrale Rolle metallbasierte additive Fertigung in der zukünftigen industriellen Produktion einnimmt.
Im Anschluss stellte sich Stephan Steiner (a-metal) als Referent des Tages vor und startete mit seinem Vortrag zu den „Hürden für den Metalldruck“. Dabei ging es insbesondere um typische Herausforderungen im Einstieg sowie um praxisnahe Lösungsansätze für Unternehmen.
Vom Theorieblock zur Live-Anwendung
Direkt im Anschluss wechselten die Teilnehmenden ins Trainingszentrum, wo Stephan Steiner live demonstrierte, wie ein Metalldruck auf dem a-metal System gestartet wird. Dieser direkte Praxisbezug ermöglichte einen greifbaren Einstieg in die Technologie und machte den Prozess für alle Beteiligten nachvollziehbar.
Nach einer kurzen Pause ging es im Konferenzraum weiter: Philipp Binkert präsentierte wichtige Design-Guidelines für den 3D-Druck mit Metall, die insbesondere für die Bauteiloptimierung und erfolgreiche Umsetzung entscheidend sind.
Darauf aufbauend zeigte Stephan Steiner in einer Live-Demonstration, wie Bauteile im Slicer optimal vorbereitet werden, ein zentraler Schritt für Qualität, Effizienz und Prozesssicherheit im Metal AM.
Anwendungen, Entscheidungsgrundlagen und echte Bauteile
Nach der Mittagspause, die erneut Raum für intensiven Austausch bot, folgte ein praxisnaher Anwendungsshowcase. Hier präsentierte Stephan Steiner reale Metallbauteile und zeigte konkrete Einsatzmöglichkeiten in der Industrie.
Ergänzend dazu gab Philipp Binkert eine fundierte Entscheidungshilfe für den Einsatz von Metal AM.
Dabei wurden zentrale Fragen adressiert: Wann lohnt sich der Einsatz? Welche Faktoren sind entscheidend? Und wie gelingt der erfolgreiche Einstieg?
Ein besonderes Highlight des Tages war der abschließende Praxisteil im Trainingszentrum. Der zuvor gestartete Druckjob war inzwischen abgeschlossen und konnte nun weiterverarbeitet werden.
Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, den gesamten Post-Processing-Prozess selbst mitzuerleben und aktiv durchzuführen, vom Entpacken über das Entpulvern bis hin zur finalen Bauteilbewertung.
Dabei konnten sie nicht nur den a-metal 3D Drucker in der Praxis erleben, sondern auch selbst Hand anlegen und ein Gefühl für die einzelnen Prozessschritte entwickeln.
Zum Abschluss des Tages fand erneut eine offene Diskussionsrunde statt. In den sogenannten Expert Clinics konnten individuelle Fragestellungen geklärt und konkrete Anwendungsfälle besprochen werden.
Damit endeten die AMD Focus Days 2026 mit einem intensiven, praxisnahen Einblick in die Welt der industriellen additiven Fertigung, von Kunststoff bis Metall, von der Theorie bis zur realen Anwendung.
Das 3D-MODEL Team sagt danke
Im Namen des gesamten 3D-MODEL Teams möchten wir uns herzlich bei allen Teilnehmenden, Partnern und Referenten bedanken. Ihr Engagement, die spannenden Einblicke und der offene Austausch haben die AMD Focus Days zu dem gemacht, was sie sind: ein praxisnahes, inspirierendes und wertvolles Event für alle Beteiligten.
Es hat uns sehr gefreut, Sie bei uns im Technologie- & Trainingszentrum in Bad Waldsee begrüssen zu dürfen und gemeinsam drei intensive Tage rund um die additive Fertigung zu erleben.
Wir freuen uns bereits jetzt auf die nächsten AMD Focus Days und darauf, Sie dort wieder willkommen zu heissen
3D-MODEL Produktportfolio: SLA, MSLA, SLS und FFF 3D-Drucker sowie 3D-Scanner
3D-MODEL bietet ein breites Portfolio professioneller 3D-Druck- und 3D-Scanlösungen für unterschiedlichste Anwendungsbereiche. Zum Sortiment zählen harzbasierte MSLA-Drucker (Masked Stereolithography) und pulverbasierte SLS-Drucker (Selective Laser Sintering) von Formlabs, die für hochauflösende Prototypen und funktionale Bauteile verwendet werden. Im Bereich FFF-Druck (Fused Filament Fabrication) führt 3D-MODEL leistungsstarke Systeme von Mingda3D und Markforged, die sich durch Präzision, Zuverlässigkeit und Vielseitigkeit auszeichnen.
Für Metallanwendungen steht der moderne Metall-3D-Drucker von a-metal sowie verschiedene Systeme von Markforged zur Verfügung (Markforged Metal X, Markforged PX100) – ideal für robuste Bauteile in Kleinserie. Ergänzt wird das Portfolio durch 3D-Scanner von Artec 3D, die für ihre hohe Genauigkeit und Benutzerfreundlichkeit in der Erfassung komplexer Geometrien bekannt sind.
Bei Fragen zu unseren 3D-Druckern und 3D-Scannern kannst Du gerne jeder Zeit auf uns zukommen.