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3D-Metalldruck oder CNC-Fräsen: Welche Fertigungstechnologie ist wirtschaftlicher?

Maßgeschneiderte Spannvorrichtungen aus dem Metall 3D-Drucker von a-metal

Wenn es um die Fertigung von Metallbauteilen geht, stehen viele Unternehmen früher oder später vor der gleichen Frage: Sollte das Bauteil im 3D-Metalldruck hergestellt oder klassisch CNC-gefräst werden? Beide Fertigungstechnologien haben ihre eigenen Stärken und eignen sich für unterschiedliche Anwendungen. Während der Metall-3D-Druck völlig neue Möglichkeiten bei komplexen Geometrien, Leichtbaustrukturen und funktionsintegrierten Bauteilen eröffnet, überzeugt das CNC-Fräsen vor allem durch hohe Präzision, ausgezeichnete Oberflächenqualitäten und wirtschaftliche Fertigung bei grösseren Stückzahlen.

Welche Technologie letztendlich die bessere Wahl ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Neben der Stückzahl spielen insbesondere die Bauteilgeometrie, die Anforderungen an Präzision und Oberflächenqualität, die Materialkosten sowie die gewünschte Lieferzeit eine entscheidende Rolle.

Ob sich ein Bauteil besser für den 3D-Metalldruck oder für die CNC-Bearbeitung eignet, hängt daher immer von der jeweiligen Anwendung ab. Während der Metall-3D-Druck insbesondere bei komplexen Einzelteilen und Kleinserien seine Stärken ausspielt, ist das CNC-Fräsen häufig die wirtschaftlichste Lösung für einfache Geometrien und grössere Stückzahlen.

Wirtschaftlicher Direktvergleich

Kriterium 3D-Metalldruck (Additiv) CNC-Fräsen (Subtraktiv)
Optimale Stückzahl Prototypen, Einzelteile, Kleinserien Mittlere bis sehr grosse Serien
Geometrie Hochkomplexe Formen, Hinterschnitte, interne Kanäle, Leichtbaustrukturen Einfache bis mittelkomplexe Geometrien mit gut zugänglichen Flächen
Materialeinsatz Sehr ressourceneffizient, kaum Materialverlust Hoher Materialabtrag, teilweise grosser Spannanteil
Oberflächenqualität Oft Nachbearbeitung erforderlich Sehr hohe Oberflächenqualität direkt nach der Bearbeitung
Materialvielfalt Auf geeignete Metallpulver beschränkt Sehr grosse Auswahl an Werkstoffen
Skalierbarkeit Stückkosten bleiben weitgehend konstant Stückkosten sinken mit steigender Stückzahl deutlich

Wann lohnt sich 3D-Metalldruck?

Massgeschneiderte Spannvorrichtung aus dem Metall-3D-Drucker a-metal

Komplexe Geometrien

Der grösste Vorteil additiver Fertigungsverfahren liegt in der nahezu grenzenlosen Gestaltungsfreiheit. Innenliegende Kühlkanäle, Hohlräume, Gitterstrukturen oder bionisch optimierte Leichtbaugeometrien können mit gefertigt werden, die mit Fräswerkzeug oft nicht oder nur mit erheblichem Aufwand realisierbar wären.

Teure Werkstoffe

Besonders bei hochwertigen Werkstoffen wie Titan, Kobalt-Chrom, Edelstahl oder Werkzeugstahl kann der geringe Materialverlust ein entscheidender wirtschaftlicher Vorteil sein. Im Gegensatz zur spannenden Bearbeitung wird nur das Material verarbeitet, das tatsächlich für das Bauteil benötigt wird.

Leichtbau-Anwendungen

In Branchen wie Luftfahrt, Motorsport oder Medizintechnik spielt Gewichtsreduzierung eine zentrale Rolle. Durch Topologieoptimierung und Leichtbaustrukturen lassen sich Bauteile herstellen, die bei gleicher Funktion deutlich leichter sind. 

Schnelle Prototypenfertigung

Für die Entwicklung neuer Produkte können Bauteile ohne zusätzliche Werkzeuge oder Spannvorrichtungen direkt aus den CAD-Daten gefertigt werden. Dadurch lassen sich Entwicklungszeiten erheblich verkürzen.

Wann lohnt sich CNC-Fräsen?

Hohe Stückzahlen

Sobald die Fertigung auf grössere Serien ausgelegt ist, kann das CNC-Fräsen seine wirtschaftlichen Vorteile ausspielen. Nach dem Einrichten der Maschine lassen sich identische Bauteile schnell und kostengünstig produzieren.

Hohe Präzision und enge Toleranzen

Passungen, Gewinde oder Dichtflächen mit sehr enger Toleranz lassen sich durch CNC-Fräsen besonders präzise herstellen. Deshalb werden viele additiv gefertigte Bauteile nach dem Druck zusätzlich gefräst.

Einfache Geometrien

Standardgeometrien wie Platten, Wellen, Blöcke oder Gehäuse können häufig deutlich schneller und günstiger gefertigt werden als durch einen additiven Aufbauprozess. 

Grosse Bauteile

Der Bauraum von Metall-3D-Druckern ist begrenzt. Sehr grosse Komponenten müssen deshalb meist konventionell gefertigt oder zumindest teilweise spannend bearbeitet werden.

Fazit

Die Frage lautet nicht, ob 3D-Metalldruck oder CNC-Fräsen grundsätzlich besser ist. Entscheidend ist vielmehr, welche Anforderungen das Bauteil erfüllen muss.

Während der Metall-3D-Druck seine Stärken bei komplexen Geometrien, Leichtbaustrukturen, innenliegenden Kanälen und kleinen Stückzahlen ausspielt, bleibt das CNC-Fräsen bei einfachen Bauteilen, hohen Stückzahlen und höchsten Anforderungen an Oberflächenqualität und Präzision oft die wirtschaftlichere Lösung.

In vielen Fällen führt daher nicht die Wahl eines einzelnen Fertigungsverfahrens zum besten Ergebnis, sondern die Kombination beider Technologien. Additiv gefertigte Bauteile können gezielt dort von den Vorteilen des Metall-3D-Drucks profitieren, während kritische Funktionsflächen anschliessend präzise spannend bearbeitet werden.

Mehr über die Hybridfertigung kannst du in diesem Beitrag lesen: „Hybridfertigung: Die Kombination aus Metall-3D-Druck und CNC-Bearbeitung

Moderne Metall-3D-Drucker wie der a-metal Metall-3D-Drucker ermöglichen es Unternehmen heute, die additive Fertigung auch mit überschaubaren Investitionen in bestehende Produktionsprozesse zu integrieren. Dadurch können Unternehmen gezielt prüfen, welche Bauteile vom Metall-3D-Druck profitieren und wo klassische Fertigungsverfahren weiterhin die bessere Wahl bleiben.

Gerne beraten wir dich dabei, welche Fertigungstechnologie für deine Anwendung am wirtschaftlichsten ist und ob sich Metall-3D-Druck für deine Bauteile lohnt.

a-metal 3D-Drucker: a-metal Vorserie

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Häufig gestellte Fragen zum a-metal Metall-3D-Drucker

Der a-metal Metall-3D-Drucker ist über 3D-MODEL erhältlich. Gerne beraten wir dich in einem kostenlosen und unverbindlichen Gespräch zu Anwendungen, Materialien und Investitionskosten. Gemeinsam finden wir heraus, ob der a-metal Metall-3D-Drucker die passende Lösung für dein Unternehmen ist.

Der a-metal Metall-3D-Drucker arbeitet nach dem LPBF-Verfahren. Dabei wird eine dünne Schicht Metallpulver aufgetragen und mit einem 200-Watt-Laser gezielt aufgeschmolzen. Dieser Vorgang wiederholt sich Schicht für Schicht, bis das fertige Metallbauteil entsteht. Während des Drucks sorgt eine Schutzgasatmosphäre für eine hohe Bauteilqualität. Nicht aufgeschmolzenes Metallpulver wird anschliessend gesiebt und für weitere Druckaufträge wiederverwendet.

Mehr kannst du hier lesen: Wie funktioniert der a-metal Metall-3D-Drucker?

Das hängt von den Bauteilen, Stückzahlen und Anforderungen ab. Besonders bei komplexen Geometrien, individuellen Bauteilen oder kleinen bis mittleren Stückzahlen kann Metall-3D-Druck wirtschaftliche Vorteile bieten.

Mehr kannst du hier lesen: Welche Rolle spielt Metall-3D-Druck im modernen Spritzguss?

Das hängt von der Anwendung ab. Bei komplexen Einzelteilen, Prototypen und Kleinserien kann Metall-3D-Druck wirtschaftlicher sein. Für einfache Geometrien und grosse Stückzahlen ist CNC-Fräsen häufig die kostengünstigere Lösung

Der Metall-3D-Druck ermöglicht komplexe Geometrien und innenliegende Strukturen, während das CNC-Fräsen für hohe Präzision, enge Toleranzen und hochwertige Oberflächen sorgt. Gemeinsam lassen sich Bauteile wirtschaftlich und effizient herstellen.

Mehr über die Hybridfertigung kannst du in diesem Beitrag lesen: Hybridfertigung: Die Kombination aus Metall-3D-Druck und CNC-Bearbeitung

Nein. Beide Verfahren haben unterschiedliche Stärken. In vielen Anwendungen ergänzen sich Metall-3D-Druck und CNC-Bearbeitung und werden gemeinsam eingesetzt.

Metall-3D-Druck ermöglicht die Herstellung komplexer Geometrien, innenliegender Strukturen und funktionsintegrierter Bauteile. Zudem können Materialverbrauch und Entwicklungszeiten reduziert werden.

CNC-Fräsen ermöglicht hohe Präzision, ausgezeichnete Oberflächenqualitäten und eine wirtschaftliche Fertigung bei mittleren bis grossen Stückzahlen.

Bestimmte Funktionsflächen, Gewinde, Passungen oder Dichtflächen erfordern oft sehr enge Toleranzen. Diese Bereiche werden deshalb häufig nach dem Druck durch CNC-Bearbeitung fertiggestellt.

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Bild von Paul Nitschke

Paul Nitschke

Marketing 3D-MODEL

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